Von Mos nach Pontevedra
2:45Uhr… es donnert… das Gewitter hat mich aufgeweckt… na gut, nutze ich gleich für einen Gang aufs Klo… ich leg mich wieder hin…
6:45 Uhr Renate rüttelt mich wach… sie ist fix fertig, ich verschlafen… Vis-a-vis der Herberge ist eine kleine Bar, die jetzt schon offen hat… zum Frühstück gibt’s getoastetes Brot mit Schinken und Käse und ich brauchte 2 Kaffee… es regnete… der Weg war eigentlich wunderschön, aber durch den Regen sind die Wege zu Bächen geworden…
heute geht es steil bergauf, teilweise über alte römische Pflastersteine, bei denen man deutlich die Furchen der Räder der Pferdewägen sieht… die Wege durch die Wälder gefallen mir besser, als die Wege durch die Dörfer… irgendwann riss der Himmel wieder auf und Sonnenschein begleitete uns… heute waren auch viele Rad-Pilger unterwegs… für Mountainbiker ist das eine richtig geile Strecke… rauf durch den Matsch und auf der anderen Seite downhill runter sausen… wir haben versucht mitzuzählen… aber es waren sicher 3/4 mehr Radfahrer als Fußgänger…
in ‚Arcade‘ hatten wir eine längere Pause… wir wanderten wieder bergauf bis zu einer Anhöhe, wo wir auf eine Rìa blicken konnten… das ist ein Punkt, wo der Fluss ins Meer strömt… hier gibt es auch Ebbe und Flut…
Ab 15:30 Uhr regnete es wieder und wir stellten uns unter einer Baumgruppe unter… Regenjacke und Poncho anziehen… alles dicht verschließen… nach 30 min war der Regen nicht mehr so sintflutartig und wir gingen weiter… es war gatschig und rutschig im Regen… Mega anstrengend zu gehen…
18:00 Uhr das Gewitter wird heftiger… Blitz und Donner lassen mich alle paar Meter aufschreien… ich hab echt vor so gut wie gar nichts Angst - außer Gewitter… 😱
Wir schaffen es bis zur ‚Casa a Grade‘ und die war voll… immerhin konnten wir uns dort eine Stunde unterstellen und ich genehmigte mir ein Bier… 🍺 schliesslich brauchte ich noch eine Menge Elektrolyte, denn wir mussten noch mindestens eine Stunde bis zur nächsten Herberge gehen…
Also wieder raus in den Regen… mir war arschkalt… 🥶 der Weg entlang des Flusses war brutal… alles überschwemmt… sozusagen von unten und von oben drang langsam aber sicher das Wasser bis an jedes Körperteil… wir schafften es bis zur ersten Herberge nach ‚Pontevedra‘… aber die war auch voll… also weiter im strömenden Regen… 🌧️
20:00 Uhr wir betreten die öffentliche Herberge… eine große Welle und eine lautes Yeah komm uns entgegen… Mirko, Stefan, Ayla, Tanja, Thomas und noch ein paar Pilgern, die wir in den letzten Tagen kennen gelernt hatten applaudierten… wir hatten es geschafft und die letzten 2 Betten bekommen… nach einer heißen Dusche schlief ich sofort ein…Spruch des Tages: „Manchmal musst du durch den Sturm waten, um am Ende Applaus und ein warmes Bett zu finden – der Weg belohnt nicht die Bequemen, sondern die Beharrlichen.“
Eure Charlie









Liebe tapfere Hannelore, volle Quartiere bei kaltem Regewetter sind das Schlimmste. Das Ende davon hast du dir redlich verdient. Wünsche dir ab jetzt jeden Tag Sonnenschein und ein paar Wolken wenn der Schatten fehlt. Alles Liebe Maria
AntwortenLöschenLiebe Maria, danke für den Sonnenschein… der wärmt gerade meinen Nacken! 🌞
AntwortenLöschenEs kommt, wie es kommt…
LG Charlie