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Es werden Posts vom Mai, 2025 angezeigt.

Zeit fürs Resümee

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Ich bin 543.936 Schritte gegangen, das sind 386,3 km. Die offizielle Strecke von Porto nach Santiago und weiter nach Finistre sind 360km. Im Durchschnitt sind wir 25 km pro Tag gelaufen. Unsere längste Strecke waren 31,4 km und unsere kürzeste 18,7 km. Dieses Mal haben wir versucht immer direkt am Weg einzukaufen, damit wir nicht nach unseren Tagesetappen noch km-weit herumlaufen müssen. Heuer waren auch viele gerade Strecken dabei, wodurch ein Schritt deutlich länger ist, als beim bergauf und bergab gehen, wie beim letzten Mal. Wer glaubt das war ein Honigschlecken, der irrt… ich hab meine Sünden abgebüßt… ich wollte den Weg unbedingt gehen… ich hätte jederzeit abbrechen können… das wollte ich nicht… und ich bin froh, dass ich es gemacht habe… so frei, wie hier mit 10kg Rucksack am Rücken, fühl ich mich nirgends… hier wertet niemand und hier neidet niemand… am Camino sind die unterschiedlichsten Menschen am Weg… jeder mit seiner eigenen Geschichte… und eine davon war ich… Großes Danke...

Von Santa Mariña nach Finistre

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Um 8:00 Uhr gab’s Frühstück in der Herberge für € 6,-… wir waren so ausgelaugt und müde, dass wir fast eine Stunde dafür brauchten… Das weiter marschieren war eine Qual… der erst Kaffee-Stop… hilft nix… wir wollen bis ans Ende der Welt…  Und da kamen wir auch hin… in ‚Finistra‘ haben wir gleich mal Martina getroffen und uns mit ihr in die nächste Café Bar gesetzt… in der öffentlichen Herberge eingecheckt… noch eine Urkunde bekommen… kleinen Rucksack gepackt und ab zum Kap Finisterre…  die Aussicht war grandios am Kap am Ende der Welt… ich hätte niemals gedacht, dass ich wirklich bis hierher kommen würde… ich am Ende der Welt… bevor Kolumbus sich am Weg nach Indien verfahren hatte, dachten die Menschen wirklich, dass hier die Welt zu Ende ist…   Als wir uns auf dem Weg zum Strand machten kam uns Michaela entgegen… Wir verabredeten, dass wir uns am Strand treffen würden… Das Wasser des atlantischen Ozeans war eiskalt, aber in der Sonne war es sehr heiß… ein richtig schöner ...

Von Negreira nach Santa Mariña

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Renate schlief noch, als ich mein Zeug zusammen gepackt hatte… sie ist gestern schon um 20:00 Uhr ins Bett… Renate gibt es zwar nicht wirklich zu, aber der Trip schlaucht sie mittlerweile auch… Ich hab mir am Abend noch über Internet unsere Blasmusikkapelle im Radio angehört… schließlich war ich ja bei einer der Aufnahmen mit meinem Saxophon live dabei… Renate ist dann auch irgendwann aufgestanden und in den Gemeinschaftsraum gekommen… da es in dieser Herberge in der Küche nichts gab, hatten wir wieder mal kein Frühstück… Na gut… gehen wir wieder mal ohne Frühstück… denkste… der nette ältere Spanier, der mit seinem belgischen Freund unterwegs ist, hatte gestern ein Sechserpack Joghurt gekauft und Renate und mir je eines abgegeben… zumindest ein bisschen Frühstück… Schlussendlich sind wir bei Tagesanbruch los marschiert und hatten wieder einen wunderbaren Sonnenaufgang… Der Weg heute war sehr steil… Anfangs verlief er über Forststraßen durch den Wald, aber irgendwann zog er sich über La...

Von Santiago de Compostela nach Negreira

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Der Camino sollte, laut Buch, heute großteils über Straßen, gepflasterten Wegen oder geteerte Forststrassen führen… also hab ich heute mal die Laufschuhe an… die hatten eh schon ein tristes Leben im Rucksack… Da wir das Frühstück im Kloster nicht mit dazu gebucht hatten, mussten wir wieder mal mit leeren Magen los… dafür sahen wir den Sonnenaufgang über Santiago… Romantik pur…   Obwohl ich noch keinen Kaffee oder etwas essbares bekommen hatte, begann ich nach einer Stunde zu quasseln… Renate war mächtig stolz auf mich… 🤣 Der Anstieg war heute sehr steil und die Ortschaften wurden immer kleiner… heute endlich mal kein Regen… es war aber auch nicht wirklich warm und der Wind blies teilweise heftig… nach 5km sah ich von der weiten schon ein Coca-Cola-Schild… Renate meinte natürlich, dass ich vor lauter Frühstückshunger zu phantasieren beginne… sie war der Meinung es war ein Stop-Schild oder ein Signal der Bahn… meine Schritte wurden schneller… hurra 🥳 ich hab eine Bar gefunden…...

Von A Escravitude nach Santiago de Compostela

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Oh Mann, hab ich gut geschlafen… Ich schlurfte in die Gemeinschaftsküche… Renate und Martina saßen schon beim Frühstück… Martina quasselte mich an... Bitte 🙏 nicht in der Früh, vorm ersten Kaffee anquatschen… ich sollte mir echt ein Schild umhängen: ‚Morgenmuffel ansprechen verboten‘… 🚫 jemand hat italienischen Kaffee gemacht… toll für mich… 😁 Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg… eigentlich wollte ich die Laufschuhe anziehen, weil viel Asphaltweg, aber der Wetterbericht sagte wieder Regen… also Wanderschuhe an, denn die Laufschuhe sind nicht wasserdicht… ☹️ In ‚A Pica‘ kommen wir bei einem Kiosk vorbei, bei dem man schnell mal Wäsche waschen und trocknen kann… das fand ich echt lustig… und es war sogar günstiger als in den Herbergen… In ‚O Faramello‘ ein kurzer Stop für Cola und Klogang… 🚽 Mirko kam des Weges… wo haben wir denn die beiden schon wieder überholt??? Aber Stefan war gar nicht dabei, der war noch ein paar Kilometer hinter uns… Gestärkt ging’s weiter und dann w...

Von O Cruceiro nach A Escravitude

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8h schlafen… 😴 ohne Schnarcher… ohne Geraschel um 5 Uhr morgens… herrlich… echt arg, wie man sich nach über einer Woche in Bescheidenheit übt und sich über so klitzekleine Dinge freut… Wir sind um 7:00 Uhr los und wollten von der Anhöhe den Sonnenaufgang sehen… ist uns leider nicht gelungen, denn die Wolken und der tief hängende Nebel waren zu dicht… Schade… Sonnenaufgänge sind schön… romantisch… Gut, machen wir uns auf die Suche nach einer offenen Café Bar… schwieriges Unterfangen am Sonntag… zwischendurch    im Wald einen Stopp… mein Magen knurrt und ich hab noch keinen Kaffee… 2 Bananen und ein paar Kekse müssen reichen… 🍌 🍪 der Weg führt zwar durch den Wald aber über Asphaltstraßen… in den Wanderschuhen tun mir jetzt schon die Füße weh…  Die erste offene Bar fanden wir erst nach 6km in ‚A Eirexe‘ neben der Kirche ‚San Miguel‘ … das Frühstück: Kaffee, Croissant und ein Stück Obst € 4,- … wir brauchten jeder aber einen zweiten Kaffee… Der weg ging weiter großteils üb...