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Es werden Posts vom April, 2026 angezeigt.

Stiller Abschied

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Tag 16 – Zwischenstand Die Nacht in der Herberge war wohl die schlechteste von allen. Kurz nach Mitternacht polterte noch ein Gast herein, raschelte, kramte, öffnete das Fenster – und mit einem Schlag war der Straßenlärm da… und die Kälte. Das Bett hing durch, Renate und ich lagen wie zwei Fragezeichen darin und sind am Morgen ziemlich verbogen und gerädert aufgewacht. Frühstück gab’s in der Bar eines anderen Hotels. Ein letzter Kaffee, ein letzter Blick – €16. Dann weiter zum Busbahnhof. Die Tickets hatten wir ja schon in der Tasche. Der Bus bringt uns zurück nach Sevilla, und am Sonntag geht’s über Frankfurt wieder heim nach Wien. Die Busfahrt zurück war überraschend schön. Wir sahen viele Stationen unseres Weges noch einmal – nur diesmal aus einer ganz anderen Perspektive. Straßen, die wir mühsam entlanggegangen sind, Orte, an denen wir geschwitzt, gelacht oder geflucht haben… plötzlich ziehen sie einfach am Fenster vorbei. Ein bisschen wie ein leiser Rückblick. In Sevilla angekomme...

von Aldea de Cano nach Cáseres

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Tag 15 – Ein Hut, ein Hitzeschock und Cáceres in all seiner Schönheit Gestern Abend noch zwei junge Burschen in der Herberge angekommen. Und um 22:00 Uhr klopft es plötzlich an unserer Zimmertür. Johann ruft rein: „Vermisst du nix?“ Ich: „Nö…“ Er: „Also dann ist das nicht dein Hut, den der Restaurantbesitzer gebracht hat?“ Ich: „Ähm… steht was Rotes drauf?“ Er: „Ja –  bürgenlound … ist das nicht, wo du wohnst?“ Ich: „Ok… war meiner. 🙈“ Na das wär blöd gewesen. 😄 In der Früh dann gleich Erste Hilfe: Ich tape einem der beiden jungen Burschen die Füße – voller Blasen. 🚑 Ein weiterer holländischer Pilger meint nur: „Du bist entweder Krankenschwester oder Mama.“ Ich: „Mama.“ 😉 Frühstück: Kaiserschmarren vom Vortag und Kaffee. Start um 7:15 Uhr. Johann biegt gleich mal falsch ab - Richtung Tankstelle zum Kaffee. 😄 Also gehen wir die ersten 4 km zu zweit durch die Steppe. Wir überholen die beiden Jungs, obwohl sie eine halbe Stunde vor uns gestartet sind. Der Weg führt über Weiden, d...

von Alcuéscar nach Aldea de Cano

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Tag 14 – Von römischen Überraschungen und moderner Geduldsprobe Die Nacht? Sagen wir so: ruhig ist anders. 😄 Die ersten machen um 3:00 Uhr Krach, die nächsten um 5:00 Uhr. Um 5:30 Uhr treffe ich die Entscheidung: raus aus dem oberen Stockbett im 12-Bett-Zimmer. Nicht elegant – aber erfolgreich. 🤪 Frühstück: Erdbeeren, Joghurt und Kaffee. Abmarsch um 7:00 Uhr. Der Weg führt durch weite Pfade und Weiden. Nach 4 km überqueren wir eine Furt, dann geht’s bergauf, vorbei an einem See. Bei der römischen Brücke nahe Casas de Don Antonio gibt’s nach etwa 8 km und 2 Stunden eine kurze Rast beim  Picknickplatz. Weiter geht’s – und nach ca. 3 km stehen wir plötzlich vor einem… römischen Briefkasten. 😄 Kurz darauf: nächste Furt. Nur… diesmal kein Durchkommen. Also schauen wir uns um – und entdecken im hohen Gras eine versteckte, alte Römerbrücke. Perfekt. Sicher rüber. Und direkt danach: noch ein römischer Briefkasten. 😁  Der Camino hat Humor. Weiter geht’s auf Feldwegen neben der Stra...