Von Wien nach Porto- Eh kloar…

Renate schmiß mich um 3:30 Uhr aus den Federn… immerhin 5 Stunden versuchten Schlafes… 😴 Gästebetten aus der Couch sind halt doch nicht so bequem… schnell kaltes Wasser ins Gesicht, einen Kaffee runter gespült und ab geht’s zur U-Bahn… Station Volkstheater… es war jetzt 4:15 Uhr…

Der Putztrupp begrüßte uns freundlich und erklärte, dass die erste Garnitur erst um 5:00 Uhr fahren würde… oh Mann… da sollten wir schon einchecken… 🙈😱

Was wir zwei Superchecker nicht bedacht hatten war, dass wir diesmal an keinem Feiertag beginnen, sondern an einem normalen Wochentag… nix mit U-Bahn…

Renate hatte die Verzweifelte gemimmt: „wie kommen wir jetzt zum Flughafen????“😱

Das Wiener Herz in mir schlug wieder… eh kloar, mit dem Taxi… also am Ring die Hand raus gestreckt und warten, dass eins anhält… 😁

20min und 50 Euro später waren wir am Flughafen… jetzt weiß ich wenigstens warum beim gestrigen online Check-in in 2 Minuten fast alle Plätze belegt waren… das österreichisches Volleyball Team darf mit uns fliegen…

Noch schnell ein Frühstück beim Figlmüller eingenommen und ab in den Flieger nach Madrid… ✈️



Bei der Sitzplatzsuche im Flieger wollte der Stuart behilflich sein, aber scheinbar hab ich ihn a bissl verwirrt… hat er mir doch tatsächlich beim umdrehen mit dem Ellbogen auf die Nase geschlagen… eh kloar, dass ich mir auf diesen Trip wieder alle möglichen Blessuren einfange…🤕

Die 5 Stunden Zwischenstopp in Madrid haben wir uns mit Karten spielen und essen vertrieben… Aber natürlich nicht ohne einen weiteren blauen Fleck… den hat mir ein Passagier, der es scheinbar furchtbar eilig hatte mit seinem Handgepäck verpasst… Noch nichtmal in Porto und ich bin schon wieder angeschlagen… 😭


Am Flughafen in Porto nahmen wir dann um € 1,80 den Zug in die Stadt nach ‚Senhora da Hora‘ zur gleichnamigen kirchlichen Herberge… richtig urig und teilweise abgewohnt… ein Bett kostet pro Nacht € 13,- und das Frühstück haben wir um € 5,- dazu genommen… obwohl im Reiseführer steht dass sie auch den Pilgerausweis ausgeben, bekamen wir keinen, da keine mehr auf Lager waren… also beschlossen wir doch heute noch zur Kathedrale zu gehen… 





der Herbergsvater hat mir gleich noch Geld mitgegeben, damit ich für die Herberge auch einen Stapel mitnehme… Moment, sagte ich gehen???… wir mussten mit der Metro eine halbe Stunde fahren, da der Fußweg 1,5 Stunden dauern würde und die Kathedrale um 18:30 Uhr zu sperrt… also los mit der Metro nach ‚São Bento‘ zur Kathedrale… 10 min vor Schluss bestellte ich in meinem schönsten spanisch einen Haufen Pilgerausweise… Renate war entzückt: „Du sprichst sogar Portugiesisch?!“

Ich hab nur gelacht…🤣🤣🤣 denn Portugiesisch kann ich nicht… 😉 die Portugiesen verstehen aber spanisch… 




São Bento ist so ein richtiges Viertel um auszugehen… viel Musik, viele interessante Lokale, bunte Menschen… wir haben uns dort ein bisschen herum getrieben… und natürlich in einem Supermarkt eine Flasche Vino Blanco und eine Flasche Mineralwasser gekauft, die wir jetzt in der Herberge genüsslich leeren… buen Camino 😉



Erkenntnis des Tages: „Wer Pilgern will, muss erstmal scheitern dürfen – und lachen können.“


Eure Charlie 


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