Von Vila de Conte nach Pedra Furada
Eigentlich war ich schon um 5:00 Uhr munter, hab mich aber bis 6:30 Uhr noch im Bett herum gewälzt… eine halbe Stunde später saßen wir vier mit 4 Französinnen beim Frühstück… 🍳 keiner von uns konnte französisch und die Französinnen sprachen überhaupt keine Fremdsprache… so blieb jedes Quartett für sich… ♥️♠️♣️♦️
Aline wollte weiter der Küste entlang gehen, Bettina wollte es über den traditionellen Weg bis nach ‚Rates‘ schaffen… und wir wollten über den traditionellen Weg eigentlich bis nach ‚Barcelinhos‘… wollten… 🫨 eigentlich… 🙈 Kurze, aber herzliche Verabschiedung… man sieht sich doch eh 2 mal im Leben…😉
in der Kirche von ‚Junqieira‘ haben wir unseren nächsten Stempel geholt… in Arcos holten wir uns einen Kaffee und einem Stempel in einem kleinen Lokal mit Ausblick auf die Kapelle… jaaa 😁 das ist mein Weg… durch kleine Orte immer wieder auf Wald- und Forstwegen bis wir zu Mittag in ‚Rates’ ankamen… die Kirche war leider geschlossen, also einfach weiter marschiert… aber nicht weit… vis-a-vis der Pilgerherberge war ein kleines Lokal in dem ich mir ein kleines Bier und ein Croissant gönnte… 🍺
Wir verließen ‚Rates‘ und wanderten über Wald- und Feldwege immer wieder bergauf und bergab… jetzt war es wieder einfacher den Weg zu finden, da immer wieder Monolithen mit Kilometerangabe aufgestellt waren… bis hierher war der Weg meist nur durch ausgebleichte gelbe Striche oder gelbe Pfeile zu finden…
leider machte sich mein Fersensporn bemerkbar und ich fiel einige Meter hinter Renate zurück… an einem netten schattigen Plätzchen wartete meine liebe Begleiterin auf mich, die lahme Schnecke… 🐌 Nach ein paar Minuten Pause und einem Seraktil im Magen war es mir möglich den Weg ohne starke Schmerzen weiter zu gehen… geistig voll motiviert wollte ich wirklich bis nach ‚Barcelinhos‘… aber der Körper schreit irgendwann Halt! - bis hierher und nicht weiter… ✋⛑️ Renate meinte, sie wär froh, wenn wir es zumindest bis zur nächsten Herberge schaffen… 🫤
Schließlich kamen wir in ‚Pedra Furada‘ an und steuerten auf die öffentliche Herberge ‚O Palhuço‘ zu… ein Bett kostete € 10,- und eine Decke € 2,-… die Herberge war sehr neu… es gab Gummi-Überzüge auf den Matratzen und Einmal-Überzüge auf den Polstern… das Leintuch war ein großes Einmal-Tuch… die Badezimmer sauber und die Duschen groß genug… Wasser warm und genügend Druck… um 17:00 Uhr waren wir frisch geduscht und rochen wieder gut… 😁
Frisch aus dem Ei gepellt gingen wir 1km bis zum nächsten Supermarkt… dazwischen kamen wir bei 2 Restaurants vorbei, die Pilgermenüs um € 10,- anboten, aber erst um 18:00 Uhr öffneten… so beschlossen wir nicht nur Frühstück sondern auch genügend fürs Nachtmahl einzukaufen… um € 22,- waren wir ausgestattet mit viel Wein, Wasser, Käse, Streichkäse, Schinken, Speck, Paradeiser, Paprika, Chips & Knabbereien und machten uns zurück auf den Weg zur Herberge… die Hälfte haben wir aufgegessen… 🍷🧀🥓🍅🫑
mit Chips und Wein setzten wir uns in den Garten und ich hatte noch ein schönes Video-Telefonat mit meiner Tochter…
Erkenntnis des Tages: „Wer zu weit laufen will, landet manchmal einfach früher beim Wein und den Chips – und das ist völlig okay.“
Eure Charlie













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