Von Rubiães nach Tui

Das Frühstück nahmen wir in den kleinen Café/Shop neben der Jugendherberge… von dort ging es weiter über Feldwege und vorzugsweise über Steinwege… das Wetter war angenehm mit 17 Grad… der Wetterbericht prophezeite ab Mittag Regen… heute war Renate die Kaffeetante… nach 2km steuerte sie das nächste Lokal an und wir saßen beim Kaffee… ☕️😁 ich machte brav nebenbei meine Dehnungsübungen, die mir Ayla ‚verordnet‘ hat… gestärkt ging’s weiter über Steinwege, durch kleine Dörfer, vorbei an Kapellen und natürlich durch den Wald… und schon wieder ein Café… 🤣 hier aber wirklich nur ein Wasser getrunken… eine Gruppe radelnde Pilger kamen auch dazu… weiter geht’s…



Pünktlich um 12:00 Uhr war Halbzeit am Weg nach Santiago… Porto lag 135km hinter uns und Santiago noch 135km vor uns… der Steinweg ging weiter… und plötzlich begann es fürchterlich zu schütten… Regenjacke anziehen, Poncho drüber und weiter ging’s bis zum nächsten Kaffee… ich genehmigte mir ein Stück ‚patata tortilla‘ - das sind Erdäpfel mit Ei - und eine Pizzaschnitte mit Chorizo… danach versorgte ich meine Blasen… jetzt hab ich auf beiden großen Zehen auch eine… damit bin ich bei vier… 😫 


Während ich meine Füße auslüften lasse, kommt doch tatsächlich Ayla vorbei… Super Service… 😁 sie kontrollierte mein Bein und meinte wenn ich genug Pausen und Stretching mache, dann schaffe ich den Weg heute nach Tui… ok 👍🏻 


Wir warteten den Starkregen ab, aßen, tranken und gingen erst eine Stunde später weiter… es regnete nur leicht und hatte mittlerweile nur mehr 13 Grad… ich hab mich angezogen wie im Winter… 🥶 

Da mir die Kappe des Ponchos ständig ins Gesicht fiel - was natürlich für eine trockene Brille von Vorteil ist - sah ich gar nicht in welche Richtung es ging und was sonst noch alles am Weg lag… irgendwie sind wir bis nach Valença gekommen… in der alten Burg in ein Café gesetzt und ein paar Sekunden später weinte der Himmel wieder Bäche… ewig konnten wir hier auch nicht sitzen bleiben… also Poncho drüber… Tui war nur mehr 1 Stunde entfernt… also zum greifen nahe… 😁


Durch die Altstadt und Tunnels gelangten wir zum Fluss… auf der Brücke fanden wir die Grenzmarkierung… schwupps waren wir in Spanien 🇪🇸 und von einer Sekunde zur nächsten war es eine Stunde später… Zeitumstellung… jetzt hatten wir wieder die gleiche Zeit wie zuhause… 


von der Grenze war es dann gar nicht mehr weit… in Tui im Dom einen Stempel geholt… und ab zur Herberge, die in einem ehemaligen Kloster untergebracht ist… zum Shopping Bummel in den Supermarkt nahm mich Renate nicht mit, den sie meinte ich bin eine lahme Ente und ohne mich ist sie schneller… zurück kam sie mit doppelt so viel, als wir brauchten… auch egal… Hauptsache der Wein war dabei!!! 🤣🤣🤣





Spruch des Tages: „Halb erleuchtet, halb durchnässt, voll motiviert und leicht erfroren – wer den Jakobsweg geht, lernt: Kaffee ist heilig, Blasen sind Lehrer, und der Wein am Ziel ist Segen.“


Eure Charlie

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